Rastplatz und Wanderhütte können bald Wirklichkeit werden

Ratsfrau Marlies Patzer bei der Übergabe des Zuwendungsbescheides der Stadt BaruthEine bessere Kulisse hätte sich auch ein professioneller Regisseur für Ratsfrau Marlies Patzer bei der Übergabe des Zuwendungsbescheides der Stadt Baruth an den Förderverein Horstmühle Baruth e.V. nicht ausdenken können.

Bestes Wetter, strahlender Sonnenschein mit weitem Blick auf die Flämingwiesen und die schon legendäre Bewirtung durch die Lynower Schlepperfrauen sorgten am Pfingstmontag, dem Deutschen Mühlentag, auf dem Freigelände der Horstmühle bei den zahlreichen Gästen für gute Stimmung.

Diese hob sich noch, als die Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Soziales und Kultur, ABSK den Fördermittelbescheid der Stadt über 20.000,- € unter dem Beifall der Anwesenden an Vereinsvorsitzenden Gerhard Jordan übergab.

In seinen Dankesworten führte Jordan aus, dass die Mittel ausschließlich für die Wiederherstellung des Wirtschaftsgebäudes als Teil des Erscheinungsbildes des historischen Baudenkmals Horstmühle mit dem vor Jahren eingestürzten Vorgiebel in traditioneller Fachwerkbauweise verwendet werden dürften und auch verwendet würden. Die Sanierung der einzelnen vier Ställe innerhalb des Gebäudes sei Sache des Vereins und müsste schrittweise in Eigenleistung erfolgen.

Besonders der hinter dem Vorgiebel liegende ehemalige Pferdestall der früheren Bewohner der Mühle soll nach Herrichtung später für Versammlungen und als Informationszentrum mit naturkundlichen, forstlichen oder bienenkundlichen Themen für Schulen und andere Besucher dienen.

Die völlige Sanierung des Wohnhauses als dem Mittelpunkt des ehemaligen Siedlungsplatzes Horstmühle ist für den Förderverein und auch für die Stadt Baruth eine Nummer zu groß.

Allein die Kosten für die Sanierung des Fachwerkes ohne Innenräume zur dringend notwendigen Bestandssicherung des Gebäudes betragen laut einem holzschutztechnischem Gutachten aus dem Jahre 2010 als Schätzung 30.000,- €. Sie dürften mittlerweile aber erheblich darüber liegen und können nur mit Hilfe des LEADER Programmes aus EU Fördermittel aufgebracht werden.

Angemeldet hat der Verein das Projekt bei der dafür zuständigen LAG Luckenwalde, ohne bisher Bescheid bekommen zu haben – hat aber die Hoffnung noch nicht aufgegeben.

Unter den Besuchern, die bis zum frühen Abend über Nutzungskonzepte des Natur- und Baudenkmals Horstmühle diskutierten, befanden sich auch die Eheleute Rupilius vom Schloss Stülpe und der Architekt und Autor des Handbuches „Brandenburger Bauerhöfe“, Volkmar Schnöke mit Gattin und alle waren sich einig darin, dass es das Gebäudeensemble der Horstmühle als Kulturgut und Teil der Schönheiten des Baruther Urstromtals verdient, mit allen Kräften erhalten zu werden

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